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aktualisiert 11.06.09

"INFOBLATT" ALTERSHEIM UND PFLEGEHEIM BLUMENAU

ZIRKUS FÜR ALLE GENERATIONEN

 
 
INFO'S AUS DEM ALTERSHEIM UND PFLEGEHEIM BLUMENAU 1/2010




Editorial

 

Das (Rhön-) Rad schlägt den Bogen, gibt die Verbindung und den Rahmen auf dem Titelbild. Im Zentrum der Mann mit Hut, daneben zwei Jugendliche, zuoberst balancierend ein Mädchen und links und rechts ein Mann und eine ältere Frau. Im Hintergrund verdeckt zwei Männer, die das Rad im Gleichgewicht sichern.

Welch ein Symbolbild!

Alt und Jung in einem verbindenden Projekt, sich die «Balance» haltend und gesichert von Helfern. Einmal mehr hat die Partnerschaft der Schule Wellenau mit der Blumenau bei den Beteiligten, den Animateuren und unermüdlichen Helfern sowie vielen Zuschauern enorme Dynamik und Energie, Freude und Begeisterung ausgelöst.

Die Zirkuswoche gehört der Vergangenheit an. Die Wiese in der Wellenau ist leer, das Zelt ist längstens an einem neuen Ort aufgebaut. Was bleibt sind Bilder, Gefühle und Erinnerungen, die uns niemand und nichts mehr nehmen kann.

Erfahrungen von «Verbundenheit» und «Gleichgewicht» oder Harmonie stellen den Bezug zu einem Mann her, der die Welt mit «neuen» Augen gesehen hat. Die Gemälde von Willi Hartungeröffnen uns Wege zu Hoffnungen auf Beziehungen und gegenseitigem Verständnis.

Wir laden Sie ein, mit Willi Hartung einzutauchen:
Lassen Sie sich berühren von seinen Bildern. Wir freuen uns, Sie anlässlich der Vernissage bei uns begrüssen zu dürfen. Bis bald.

Ursi und Felix Graf-Züllig
 


 

Alt und Jung machen Zirkus

Haben Sie schon einmal erlebt, wie ergreifend es ist, wenn eine 90-jährige Dame auf dem Seil balanciert oder «Stille Mäuschen» zu gewagten Trapezkünstlern werden?

Der Zirkus Mugg aus dem Sernftal schlug anfangs Juli seine Zelte auf dem Areal der Schule im Weiler Wellenau in Bauma auf. Zehn Jahre nach dem letzten gemeinsamen Zirkusprojekt haben auch diesmal das Alters- und Pflegeheim Blumenau Lipperschwendi in Bauma und die Primarschule Wellenau samt Kindergarten eine intensive Begegnungswoche miteinander verbracht. Von Montag bis Freitag sind ca. 80 SchülerInnen, Kindergartenkinder, Lehrpersonen, BewohnerInnen der Blumenau und BetreuerInnen täglich in die Wunderwelt des Zirkus eingeführt worden.

Hierfür bot der Zirkus Mugg beste Rahmenbedingungen. Vom Zirkuszelt, über Lichtanlage, Trapez, Jongliermaterial, Einrad, Fässern und vielen Überraschungen brachte er fast alles mit. Fachkompetente Animatoren der Zirkusfamilie Mugg haben die drei Generationen mehrere Stunden am Tag in eine andere Welt entführt. Im Zirkus spielte es keine Rolle, ob jemand gebrechlich, ängstlich, füllig oder verwirrt war. Für jeden Akteur fand sich ein passender Auftritt. Jeden Tag wurde eine neue Herausforderung angenommen. Es war eine Freude zu sehen, wie Alt und Jung sich untereinander halfen und zu «Höchstleistungen» anspornten. Am Ende dieser aufregenden Woche gab es zwei Abschlussvorstellungen vor staunenden Eltern, Geschwistern, Angehörigen, Kindern, BewohnerInnen der Blumenau und vielleicht auch Ihnen.

Damit dies alles realisiert werden konnte, brauchte es Menschen, die beim Zeltaufbau halfen, Mittagessen kochten, unglückliche Akteure trösteten, transportierten und organisierten.

Vielen Dank Euch allen für den grossen Einsatz.

Ebenfalls möchten wir uns bei der Hatt-Bucher-Stiftung bedanken, die das grossartige Projekt unterstützt hat.

Regine Köllen-Becker

Lächeln trotz Anstrengung

In einem intergenerativen Projekt mit dem Namen «Zirkus für alle Generationen» beteiligten sich 70 Kinder, vom Kindergartenalter bis zur sechsten Klasse. Aus dem Altersund Pflegeheim Blumenau liessen sich zehn BewohnerInnen animieren hier mitzuwirken. Die Älteste von ihnen ist immerhin 96, die Jüngste 5 Jahre alt. Regine Köllen-Becker, stellvertretende Pflegedienstleiterin, hat bestimmte BewohnerInnen angefragt, die aufgrund ihrer körperlichen und geistigen Fähigkeiten dafür in Frage kamen. Die Angefragten sagten spontan zu. Bis auf eine Person sind alle bis zum Schluss dabeigeblieben.

Ab Montag wurde täglich vormittags und nachmittags in verschiedenen Disziplinen geübt und an Details gefeilt. Es herrschte eine super Stimmung. Die «Blumenauer» wurden sehr schnell im Team aufgenommen. Gemeinsam mit den Lehrern und Artisten nahmen sie das Mittagessen ein. In bereitgestellten Liegestühlen konnten sie nach der Anstrengung ein Mittagsschläfchen halten. Sie erschienen aber immer mit einem Lächeln auf dem Gesicht zu den Proben.

 

Für's Zirkusmachen ist niemand zu alt

Das Zelt war an beiden Aufführungen bis auf den letzten Platz mit Zuschauern gefüllt. Vor den grossen Auftritten spürte man die Nervosität bei den Artistinnen und Artisten, Jung und Alt hatten richtiges Lampenfieber. Die einzelnen Nummern waren atemberaubend. Mit dem Hochrad, Rhönrad, und Trapez liessen die Artisten den Puls des Publikums höher schlagen. Die Clowns boten wunderbare poetische Szenen, die sehr berührten. So einen Zirkus sieht man nur selten.

Weitere Bilder finden Sie unter folgenden Adressen:

www.blumenau.ch
www.schulebauma.ch

«Appell zum Frieden auf Erden»

Das Thema «Friedliche Erde» ist für den Menschen und Künstler Willi Hartung (1915–1987) von zentraler Bedeutung gewesen. Mit einem gleichnamigen Bild gewann er 1952 bei einem internationalen Wettbewerb zum Thema «Weihnachten» unter Tausenden von Einsendungen den 2. Preis. Damit begann er seine eigene Bildwelt zu entfalten. Sie kennt keine Schatten, keinen Streit, keine Angst. Das Licht ist so allgegenwärtig, dass die Erscheinungen farbig schimmern. Freundlich sind die Menschen, friedlich die Tiere. Kein Wesen will das andere beherrschen oder auffressen. Toleranz ist keine Leistung, sondern ein paradiesischer Zustand.

Willi Hartung ist der Sohn des Zürcher Malers Wilhelm Hartung. Entscheidend für den Weg ins Eigene wurde um 1950 die Spiritualität italienischer Maler der Gotik (Duccio, Frau Angelico), deren Werke er in Florenz und Rom kennengelernt und eine starke Seelenverwandtschaft über die Jahrhunderte hinweg empfunden hatte. Hier knüpfte er an mit der ganzen Kraft seines Willens. Er verwarf die bürgerliche Malkultur des Vaters ebenso wie die zeitgenössische Moderne mit ihrer Egozentrik. Er orientierte sich an der Bildwelt von Byzanz, an der mittelalterlichen Buchmalerei, an fernöstlichen Kulturen, deren Geist und Stil.

Von absolut furchtloser Wesenart, trat er noch energischer gegen den Zeitgeist an: er schloss aus seiner Bildwelt konsequent aus, was an das tägliche unermessliche Leid auf der Welt erinnerte, an Gewalt und Krieg. Er tat es in der Absicht, destruktive Energien gar nicht aufzuzeigen und dadurch zu verstärken. Wenigstens in seinen Bildern sollte der Friede Einzug halten. Das war sein gutes Recht, und übrigens kein Kopfentscheid, sondern eine Sache des Herzens. In ihm lebte eine franziskanische Liebe, die visionäre Kraft eines Weltweisen. Seine Kunst, die allein das Schöne betont und beglücken will, wird immer unzeitgemäss bleiben, weil sie zeitlos ist.

Gerhard Piniel

Vernissage und Ausstellung

Eine Reihe wunderbarer Bilder zum Thema «Appell zum Frieden auf Erden»
wird in der Blumenau auf Advent und Weihnachten einstimmen und darüber
hinaus ins neue Jahr strahlen. In einer Welt voller Unfriede rufen Willi Hartungs
Bilder zur Besinnung auf. Sie sind erfüllt vom Vertrauen in die Kraft, Frieden zu stiften.
Vernissage:
Sonntag, 6. November, 16.00 Uhr im Haus Flieder
Einführung: Herr Dr. Gerhard Piniel, Kunsthistoriker, Winterthur
Musikalische Umrahmung:
Frau Sabrina Frey, Blockflötistin, Zürichl
 


gelbes Rechteck.gif (41 Byte) Termine 2011 / 2012
Sie sind herzlicheingeladen

Samstag, 22. Oktober 2011
Kindertanzgruppe Goldingen
13.30 Uhr bis ca. 14.30 Uhr

Sonntag, 6. November 2011
Vernissage «Appell zum Frieden auf Erden» Bilder von Willi Hartung
16.00 Uhr
Vernissage im Haus Flieder mit einer Einführung von Gerhard Piniel, Kunsthistoriker

Montag, 7. November 2011 bis
29. Februar 2012
Ausstellung «Appell zum Frieden auf Erden» Besichtigung täglich zwischen
09.00 und 18.00 Uhr

Sonntag, 13. November 2011
Männerchor Juckern Saland 09.30 bis ca. 10.30 Uhr öffentlicher Auftritt im Saal Haus Flieder

Samstag, 17. Dezember 2011
Weihnachtsfeier mit anschliessendem Weihnachtsessen 10.30 Uhr für BewohnerInnen und Kontaktpersonen

Samstag, 21. Januar 2012
Konzert Kinderorchester der Musikschule Zürcher Oberland 16.15 Uhr
Leitung: Verena Zeller

siehe auch unter  Agenda

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gelbes Rechteck.gif (41 Byte) Informationsblatt
Um Sie auf dem laufenden zu halten, geben wir meistens einmal jährlich eine Informationsschrift heraus. Wir stellen es Ihnen gerne zu (Siehe Kontakt) oder sie können es hier als PDF-Datei unter Downloads herunterladen.

 

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