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ALTERSHEIM UND PFLEGEHEIM BLUMENAU ARCHIV 16.01.03

Die Bilder haben sich verändert: Die moderne Familie wird bei der aktiven Freizeitgestaltung gezeigt, auf dem Mountainbike, beim Badeplausch oder bei einem Stadtbummel.  Früher war es das Bild eines schön gedeckten Tisches. Mutter, Vater und die Kinder sitzen an der Tafel und lassen es sich bei einem gemeinsamen Essen gut gehen. 

Die Suppenschüssel dampft, die Teller warten darauf, wohl gefüllt zu werden. Die Tischgemeinschaft stand über den Idealen des Individuums, der heutigen Individualgesellschaft. Wir wollen die Gemeinschaft bewahren, die Gemeinschaft auch als einen Halt im Leben pflegen. Natürlich ist ein Alters- und Pflegeheim immer auch eine Zweckgemeinschaft. Die richtige Balance zwischen den individuellen Bedürfnissen der Menschen und den Gegebenheiten eines Heimbetriebes zu finden, ist nicht immer einfach. Im Interesse der bei uns lebenden Menschen wagen wir diesen Balanceakt aber gerne. Ältere Menschen haben häufig viel Zeit. Das regelmässige Essen ist – ganz abgesehen von der gesundheitlichen Notwendigkeit – ein Ereignis, das drei Mal jeden Tag die Zeit strukturiert. Es sind eigentliche Inseln im gemächlich treibenden Fluss der Zeit. Auf diesen Inseln sollen sich die Menschen begegnen und wohl fühlen.

Ursula und Felix Graf

gelbes Rechteck.gif (41 Byte) IN DER GEMEINSCHAFT GEMEINSAM ESSEN
Den Menschen ist es wohl, so zu essen, wie sie es von früher kennen.


Um 8.00 Uhr, um 12.00 Uhr und um 17.45 Uhr trifft man sich im Speisesaal zum Essen. Diese Zeiten sind für die Bewohner in der Blumenau wichtig, denn es sind Zeiten, um gemeinsam mit anderen zusammen zu sein. Es ist eine Tatsache, dass allein lebende Menschen oft nicht mehr richtig essen. Gerade bei diesen Menschen ist diese Tendenz zur Vereinsamung problematisch. In unserem Heim hat jeder seinen Platz an einem der grossen Tische im Speisesaal. Viele schätzen auch die Minuten vor dem Essen, um sich noch ausserhalb des Saals zu treffen.

gelbes Rechteck.gif (41 Byte) GASTGEBER SEIN
Für mich ist sehr wichtig, ganz bewusst als Gastgeber aufzutreten, sagt Felix Graf. «Ich will spüren, ob es den Leuten schmeckt, ob sie satt sind, oder ob sie noch einen Wunsch haben.» Meistens kann Felix Graf der Küche Komplimente ausrichten.

gelbes Rechteck.gif (41 Byte) MITARBEIT IST GEFRAGT

In einem Bereich des Esssaales befindet sich die Abwascheinheit. Eine Mitarbeiterin ist für den Speisesaal verantwortlich. Sie wird regelmässig von Bewohnerinnen und Bewohnern unterstützt. Sie räumen die Tische ab, trocknen das Geschirr und helfen die Tische wieder neu aufzudecken. Diese freiwilligen Arbeiten geben eine Verbindung zwischen den Mitarbeiterinnen und den Bewohnern. Gemeinsam wird auch das Gemüse für das Mittagessen vorbereitet. Schliesslich ist der Blumenkohl am Mittag doppelt so gut, wenn man ihn am Morgen selber gerüstet hat. Für viele ist es auch etwas Besonderes, dass immer wieder Gemüse und Salat aus dem eigenen Garten auf den Tisch kommt.

 

Essen und Trinken hält Leib und Seele zusammen

gelbes Rechteck.gif (41 Byte) Rückblende Aktuelles im Archiv

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gelbes Rechteck.gif (41 Byte) Informationsblatt
Um Sie auf dem laufenden zu halten, geben wir meistens ein- bis zweimal jährlich eine Informationsschrift heraus. Wir stellen es Ihnen gerne zu (Siehe Kontakt) oder sie können es hier als PDF-Datei unter Downloads herunterladen.

Immer kommt mittags zum Menu auch Suppe auf den Tisch. Wer am Abend noch einmal Lust auf Suppe hat, erhält einen weiteren Teller. Ganz bewusst werden klassische Essen serviert. Sonntags gibt es dann beispielsweise den festlichen Sonntags Braten mit Sauce, Butternudeln und Salat. Bei solchen Menus werden Erinnerungen an frühere Zeiten wach.


Wie zu Hause auch werden in der Blumenau die Gerichte auf Platten serviert. An jedem Tisch müssen sich die Leute dann selber organisieren. Es muss Rücksicht aufeinander genommen werden. Dadurch, dass sich jeder selbst bedienen kann, wird den Bewohnern aber auch ein wichtiges Stück Selbstständigkeit gelassen. Die Vorlieben der einzelnen Personen sind auch im Alters- und Pflegeheim sehr verschieden. Mit der Köchin werden regelmässig die Menus besprochen. Mit einem Nachservice ist dafür gesorgt, dass jeder genug hat.

 

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