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aktualisiert 11.06.09
"INFOBLATT" ALTERSHEIM UND PFLEGEHEIM BLUMENAU
INFO'S AUS DEM ALTERSHEIM UND PFLEGEHEIM BLUMENAU 1/2010
Editorial
In dieser Ausgabe machen sich Bewohnerinnen und Bewohner der Blumenau Gedanken über den Lebensraum, den die Blumenau bietet. Im Speziellen geht es natürlich um unsere Umgebung und unseren Garten.
Wie sieht das bei Ihnen aus? Leben Sie in einem Dorf, in der Stadt? In einer Wohnung oder in einem Haus auf dem Land? Haben Sie einen Balkon oder einen Garten für sich allein? Fühlen Sie sich wohl in Ihrer Um gebung?
Wir verstehen Lebensraum als etwas Einheitliches, ein Ganzes, das aus vielen verschiedenen Teilen besteht. Neben den materiellen Aspekten wie Häuser, Einrichtungen oder auch die weitere Umgebung spielen immaterielle Werte wie Beziehungen, Abmachungen eine wichtige Rolle. Sie zusammen stecken den «Raum» ab und füllen ihn mit Inhalt, geben ihm Sinn.
Die Aussagen bestätigen, dass sich Bewohner, Besucher und Mitarbeitende in ihrer nächsten Umgebung in der Blumenau wohlfühlen. Die fünf Wohnhäuser und die zahlreichen Nebengebäude stehen auf einer Fläche von knapp 12 000 Quadratmetern. Es hat Strassen, Park plätze und Wege. Mehr noch hat es Orte zum Sitzen und Verweilen, zum Lesen, Ausruhen oder Kaffee trinken. Es hat Raum für Gespräche, zum Schweigen und zum Schauen. Sei es im Winter oder Sommer. Es gibt Sitzplätze nahe an der Strasse oder eher beschaulich ganz in den Blumen- und Gemüserabatten, bei den Steingärten, am Biotop oder beim Brunnen.
Hier leben unsere Haustiere: die Katzen, Wollschweine, Hühner, Enten, Kaninchen und Meerschweinchen. Nachts besucht uns ein junger Fuchs. Unsere Gärtnerin
Johanna Utzinger schaut, dass überall verschiedenste Blumen blühen, Bodendecker und Sträucher gepflegt sind und die Bäume gedeihen. Wer Freude hat, kann ihr auf vielfältige Art und Weise helfen und seine eigenen Pflanzen pflegen. Selbstverständlich ist die Mithilfe freiwillig.Den Tag der offenen Tür von Ende Juni haben wir ganz dem Thema Garten und Umgebung gewidmet. Vielleicht konnten Sie den schönen Anlass nicht mit uns geniessen. Gerne lassen wir Sie an unserem Lebensraum Anteil nehmen. Besuchen Sie uns und unseren Garten. Sie sind herzlich eingeladen.
Ursula und Felix Graf
Interview mit Roland Schäfer, Bewohner
Sie arbeiten hin und wieder im Garten der Blumenau, was machen Sie?
Ich betätige mich damit die Zeit vorbeigeht: Insbesondere mähe ich den Rasen, putze die Ränder, jäte um die Rosen und Weinstöcke herum. Landschaftspflege eben!
Was machen Sie am liebsten?
Schneeschaufeln, jetzt im Sommer ist es am ringsten…!
Gibt es etwas, das Sie vermissen?
Ja, jeden Tag genügend Spaziermünz zu haben… (schmunzelt): Meinen Humor, den behalte ich, das bringt’s. Einfach einen sauren Stein zu reissen, das bringt’s nicht…! Geniessen Sie selber den Garten auch?
Ich hatte früher selber einen Garten, das war mein Augapfel. Nur schon durchzugehen und da und dort ein Jät ausreissen. Ich geniesse es, wenn es sauber ist und gut aussieht. Ich glaube, dass ich ein Auge für das Detail habe. Ich mach das nicht wegen mir. Ich mach es für die Allgemeinheit. Es stellt mich auf, wenn Besucher kommen und sich über den schönen Garten freuen. So sitze ich nicht den ganzen Tag herum und abends schlafe ich erst noch gut.
Könnte man sagen, dass es auch noch ein wenig Ihr Garten ist?
Es ist so: Wenn es ein anderer machen würde, so wäre das ein ganz anderes System. Dann sähe es auch anders aus…!
Welche Pflanzen gefallen Ihnen am besten?
Mir gefallen alle Pflanzen gut. Nur müssen sie am richtigen Platz stehen. Löwenzahn gehört zum Beispiel nicht in den Zierrasen. Das ist meine Ansicht. Und Brennnesseln nicht in einen Gemüsegarten. Sehen Sie: Mein Vater war Gärtner. So habe ich mein System gelernt. Es geht auch um den Aufwand, aber den anderen muss es gefallen, das ist die Hauptsache.
Wie erlebt Lydia Diggelmann
den Blumenau-Garten?Sie sind schon drei Jahre in der Blumenau, hat sich der
Garten in dieser Zeit verändert?
Ja, auf jeden Fall, vor allem auf das Fest hin, den «Tag der offenen Tür». Gerade die junge Gärtnerin Frau Johanna Utzinger hat den Garten sehr gut zusammengestellt und es braucht halt jemanden, der es gut versteht einen Garten zu pflegen. Also, meine Tochter könnte das auch, die hat auch einen grossen Garten und bringt mir gelegentlich einen Blumenstrauss.
Haben Sie auch Kontakt zu unserer Gärtnerin, wenn sie
im Garten ist?
Nein eigentlich nicht, wir grüssen uns und ich habe grosse Freude an ihr wie sie das macht. Zum Glück kam vor dem Fest das warme Wetter, das hat die Pflanzen so richtig angetrieben. Das hat auch viel geholfen, dass der Garten so wunderschön wurde.
Hatten Sie bevor Sie in die Blumenau kamen einen eigenen Garten?
Ja, ich hatte einen sehr grossen Garten. Bis ich 90 Jahre alt war, habe ich ihn selber bearbeitet. In meinem Garten hatte es sehr gute Erde, nicht so ein lehmiger Boden wie er vielerorts im Tösstal vorkommt.
Hat es etwas im Garten, das Sie an Ihren eigenen Garten erinnert?
Ja, die Bohnen, Steinnelken, Fingerhüte, Lupinen und Beeren. Ich hatte aber auch noch weisse Beeren, die seien süsser, sagt mein Sohn.
Was würden Sie in unserem Gemüsegarten pflanzen?
Zwiebeln, die muss man fast nicht jäten, die geben wenig Arbeit. Bohnen hatte ich in meinem Garten, aber eher Höckerli oder Chefen, Erbsen, Randen und der Broccoli ist etwas vom Besten, den kann man bis in den Herbst ernten.
Welche ist Ihre Lieblingspflanze?
Die Rose natürlich! Ich bekam auf einen Geburtstag einen
schönen Rosenbaum. Er war mehrere Jahre wunderschön,
aber jetzt habe ich keinen mehr. Stockrosen sind auch schön.
Ja, alle Blumen finde ich schön.
Gehen Sie jeden Tag in den Garten?
Fast jeden Tag, aber hie und da, wenn es regnet gehe ich nicht. Es ist einfach ein Spaziergang bei dem man durch den Garten geht und das Gemüse und die kleineren Pflanzen auch sieht.
Was gefällt Ihnen besonders gut am Garten?
Der Salat, aber ich frage mich dann immer, wann wird er wohl geerntet? Der stengelt ja bereits auf. Ich habe mich auch gewundert, wie schnell die Bohnen gewachsen sind. Sie sind wunderbar geworden. Und der Seerosenteich ist herrlich. Auch der neue Kaninchenstall ist schön.
Gibt es etwas das Sie riechen, wenn Sie durch den Garten gehen?
Nein, ich muss dann schon nahe an eine Rose, um zu riechen wie fein sie duftet.
Auf welchem Sitzplatz sitzen Sie am liebsten?
Beim Ententeich, dort hat es zwei Bänke, da kann ich auswählen, wo es mehr Schatten hat. Ich schaue sehr gerne den Enten zu.
Interview mit J. Utzinger, Gärtnerin
Welches war dein schönstes Erlebnis am Tag der offenen Tür?
Leute durch meinen Garten führen zu können!
Was wird dir von diesem Tag in Erinnerung bleiben?
Alles hat harmonisch zusammengepasst.
Was ist eigentlich das Besondere am Blumenau-Garten?
Dass es ihn überhaupt gibt, die Vielseitigkeit und dass ich mich als freischaffende Gärtnerin betätigen kann.
Welches ist dein bevorzugter Gartenplatz, wo du dich am liebsten aufhältst?
Der Ort zwischen dem Haus Rose und der Scheune, das bezeichne ich als Hauptgarten.
Was gefällt dir da besonders?
Einerseits die offenen Teile und andererseits die gemischten Rabatten, die ich jedes Jahr neu gestalten kann.
Was ist das Schwierigste für dich an diesem Garten?
Mich mit meiner begrenzten Zeit genau am richtigen Ort effizient einzuteilen und zugleich mich abzugrenzen.
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Frau E. Aemisegger und der Garten
Frau Aemisegger konnte den Tag der offenen Tür und das Gartenfest in der Blumenau sehr geniessen. Sie hatte an diesem Tag viel Besuch, der die Gartenführungen mit Interesse mitgemacht hat. Frau Aemisegger selber macht täglich zweimal einen Rundgang durch den Blumenau-Garten. Morgens spaziert sie meist um das Haus Flieder. Der Nachmittags-Rundgang geht Richtung Biotop und Gemüsegarten vorbei an den Haustieren. Oft setzt sie sich auf’s Bänkli im neu gestalteten Rondell. Dort trifft sie sich manchmal mit unserer Gärtnerin, ihrer ehemaligen Nachbarin aus Wellenau, zu einem Schwatz. Frau Aemisegger, die früher in der Ohrüti, dann später in der Wellenau einen grossen Blumen- und Gemüsegarten pflegte, schätzt den Blumenau-Garten sehr. Er sei für sie ein Stück Heimat. Als Bauerntochter ziehe es sie immer wieder in die Natur, daher schätzt sie auch ihr neues Zimmer mit dem Gartensitzplatz sehr.
Die morgendliche Rüstarbeit für die Heimküche gibt ihr Befriedigung und eine kleine Aufgabe. Gerne ist sie auch beim Beerenpflücken im Garten behilflich.
In der Blumenau ist es einfach schön…
Die Vorbereitungen zum Tag der offenen Tür und der Gartenanlage waren im Frühling nicht gerade mit vielen sonnigen Stunden gesegnet. Das Vorbereitungsteam konnte sich kaum vorstellen, dass unser «Blumenmeer» in aller Farbenpracht zur Geltung kommt.
Am 26. Juni war es soweit. Auf dem Parkplatz stand ein Festzelt, davor waren Festbankgarnituren aufgestellt, die mit Blumen dekoriert waren. Aufgespannte Sonnenschirme auf dem Festplatz und in der Anlage luden zum Verweilen ein. Im Garten
waren Hinweisschilder aufgestellt – die Vielfalt des Areals wurde darauf erklärt. Eine gewaltige Anzahl von süssen und herzhaften Häppchen, die unsere Köche alle in Eigenarbeit produziert hatten, wurden von aufmerksamen Mitarbeiterinnen gereicht.Der Besucherstrom riss während der gesamten Zeit nicht ab. Viele Gäste nutzten die Möglichkeit an einer Führung durch die Häuser oder den Garten teilzunehmen. Dabei stellte sich heraus, dass viele Besucher gar nicht wussten, wie gross und vielfältig der Garten der Blumenau ist. Nach dem Rundgang bei einem Glas Bowle genossen Bewohner und Besucher die musikalischen Klänge der Jugend Big Band Fischenthal. Reissenden Absatz fanden die von Mona Grüter gefertigten Tonvögel. Unsere Bewohner waren stolz darauf, dass sich so viele Menschen für ihr Zuhause interessierten und es in der Blumenau einfach schön fanden…
Regine Köllen Becker, Projektverantwortliche
Termine 2010
Samstag 9. Oktober 2010
Öffentlicher Herbstbrunch
ab 9.00 bis 13.00 Uhr öffentlicher Herbstbrunch im Haus Flieder
mit musikalischer Unterhaltung
Anmeldung erwünschtFreitagmorgen 12. November 2010
Huldi und Olga
2 Frauen-Clowns auf VisiteDonnerstag 9. Dezember 2010
Tram-Ausfahrt
mit den Schülern der Wellenau und den Bewohnern der Blumenau
durch das weihnächtlich beleuchtete Zürich,
es hat noch freie Plätze, bitte anmeldenSamstag 18. Dezember 2010
Weihnachtsfeier
10.00 Uhr mit anschliessendem MittagessenSamstag 5. Februar 2011
Klassisches Konzert von und mit Jugendlichen
10.30 Uhr
siehe auch unter Agenda
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